Schlagwort: Lohfert & Lohfert

LiLO diskutiert das Gutachten von Lohfert & Lohfert über die Krankenhäuser in der Ortenau. Alles darüber hier:

Notaufnahmen und Geburtenstationen schließen?

Liste Lebenswerte Ortenau - LILO: Notaufnahmen und Geburtenstationen schließen?

Wie wir bereits berichteten haben CDU, Freie Wähler, SPD und FDP die Verwaltung bereits in der letzten Kreistagssitzung dazu aufgefordert, beim Ortenau Klinikum weitere Kürzungsmaßnahmen zu erarbeiten. Nun wurden laut Medienberichten in einer nichtöffentlichen Sitzung des Verwaltungsrats ein Teil dieser Pläne angeblich vorgestellt.

Bereits in den letzten Jahren kritisierten wir immer wieder diese Hinterzimmer Politik. Somit stellen Verwaltung und Kreisräte am Ende die Bevölkerung vor vollendete Tatsachen und versuchen damit, Protest unmöglich zu machen.

Zum Glück gibt es aber noch aufrichtige Menschen, die solche Informationen der Öffentlichkeit zuspielen. So wurde u.a. bekannt, dass geplant sei, die Geburtenklinik in Lahr und Achern zu schließen. Eine Katastrophe unserer Meinung nach, da es schon jetzt Berichte darüber gibt, dass Frauen in Krankenwagen ihre Kinder zur Welt bringen. Denn würden die beiden Standorte geschlossen, könnte man im ganzen Ortenaukreis nur noch in Offenburg sein Kind in einer Klinik zur Welt bringen. Das sind viel zu lange Wege, die im Notfall auch mal tödlich enden können.

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Klinikum wird in die Privatisierung geschickt?

Am 17.11 beschloss der Verwaltungsausschuss des Ortenaukreises die Erhöhung der Kreisumlage um lediglich ein Prozent statt wie von der Verwaltung vorgeschlagen 1,9%. Diese Umlage legt den Anteil der Steuereinnahmen der Städte und Gemeinden fest, welche sie an den Kreis abgeben müssen. Sie ist dahingehend wichtig, da der Kreis für das Finanzierungskonzept der Klinikschließungen und dem Bau einer Krankenhausfabrik mit festen Einnahmen rechnete, die schon jetzt nach und nach weg brechen. Denn ob das Land wie von Minister Lucha angekündigt wirklich 40% der 1,5 Mrd. € Investitionskosten übernimmt, ist unklar. Vor allem, da Ministerpräsident Kretschmann erst vor kurzem gesagt hat, er wüsste davon nichts. Ebenfalls steht die Selbstfinanzierung des Ortenau Klinikums durch die geplante Erwirtschaftung von Gewinnen ab 2031 auf der Kippe und erscheint völlig unrealistisch. Wie genau die Gewinne erzeugt werden sollen, wurde bisher nicht dargelegt. Es wurde lediglich die Parole ausgegeben, dass das Krankenhaus Profite erwirtschaften und einen großen Teil der dann entstandenen Investitionsschulden selbst abbezahlen soll.

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Neuwahlen und Diskussionen übers Klinikum bei der LiLO JHV

Am Montag den 27.01 fand die Jahreshauptversammlung der Linken Liste Ortenau statt. Neben der der Bestätigung von Yannik Hinzmann im Amt des LiLO Sprechers, standen auch strategische Debatten auf der Tagesordnung. LiLO Sprecher Hinzmann betonte, dass man nun angesichts der exorbitanten Kosten der Krankenhausschließungen auch der Klima- sowie den Sozialbewegungen im Ortenaukreis klar machen müsse, dass der Kampf gegen die sogenannte Agenda2030 auch ihr Kampf sein müsse. Denn angesichts der desaströsen Politik der Kreisparteien, fahre man den Kreishaushalt für mehrere Jahre direkt an die Wand. Somit blieben für Klima- oder sozialpolitische Ziele, wie einen kostengünstigeren und ausgebauten ÖPNV oder sozialen Wohnungsbau nur wenig Spielraum. Der ehemalige Kreisrat Fritz Preuschoff betont, dass es fragwürdig sei, warum die Zahlen nun jetzt kommen würden. Er könnte sich durchaus vorstellen, dass die Kreis- und Klinikverwaltung Angst vor der Klage gegen die Agenda2030 vor dem Verwaltungsgericht Freiburg hätten. Fraglich sei aber, ob die Zahlen denn auch wirklich der Wahrheit entsprächen, mit denen man nun versuche Nägel mit Köpfen zu machen. Die LiLO Versammlung fordere deshalb den Kreistag dazu auf, endlich alle Zahlen für alle Bürger verständlich aufgelistet zu veröffentlichen. Diese müssen aufgeschlüsselt sein nach Abteilungen und Klinik-Standorten. Allerdings nicht nach Klinikstandorten in der Kellerschen Interpretation, sondern einzeln für Kehl, Offenburg, Achern, Lahr, Wolfach, Ettenheim sowie Oberkirch. All diese Häuser würden in der gültigen Betriebssatzung ja auch als eigenständige Standorte geführt.

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