Kundgebung gegen Preissteigerungen!

Linke Liste Ortenau - LiLO
PREISE EXPLODIEREN REGIERUNG SCHAUT WEG!

Die Preise für Sprit, Lebensmittel und co. steigen täglich. Während wir immer weniger im Geldbeutel zur Verfügung haben, verdienen sich Konzerne und Spekulanten in der Krise eine goldene Nase.
Schuld ist dabei nicht nur der Krieg in der Ukraine. Auch Klimawandel, verschlafene Energie- und Verkehrswende sowie Lieferengpässe durch die Corona Pandemie tun ihr übriges. Die ohnehin bestehenden sozialen Probleme in Deutschland werden größer. Die Regierung schaut weg. Dabei ist längst klar, dass der ungezügelte Markt mit immer weiter steigenden Mieten und Energiekosten dringend reguliert werden muss.Unsere Politik hat nicht dem Finanzkapitalismus zu dienen, sondern der großen Mehrheit der Bürger. Wir brauchen dringend ein Umdenken. Weg von der neoliberalen Profitlogik und hin zu einer Wirtschaft, die dem Menschen dient.
Um eine kurzfristige Entlastung zu schaffen fordern wir:

– Energiepreisbremse (zeitlich begrenzte Steuersenkungen auf Sprit und Strom)
– Verbot von Spekulationen auf Lebensmittel und Energie
– Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs – Jede Stadt und jedes Dorf muss mindestens jede halbe Stunde erreichbar sein.
– Energieversorgung in öffentliche Hand!
– Renten und Heizkostenzuschüsse rauf!

Kommt deshalb am Samstag um 14 Uhr zu unserer Kundgebung in Offenburg. Sammeln wir gemeinsam Ideen, wie wir den Druck auf die lokale Politik erhöhen können.

Kundgebung gegen den Krieg

Etwa 120 Menschen versammelten sich am Samstag um 14Uhr zu einer Kundgebung gegen den Angriffskrieg Russlands am Offenburger Rathaus. Aufgerufen hatten die LinksjugendSolid.Ortenau sowie Fridays for future Ortenau. In diversen Redebeiträgen wurde das Vorgehen des „russischen Imperialismus“ als Völkerrechtswidrig und nicht hinnehmbar verurteilt. Lu Martin von der Linksjugend wies darauf hin, dass es jetzt vor allem Sanktionen gegen die russische Oligarchie brauche, anstatt Waffenlieferungen und Sanktionen, die am Ende die Bevölkerung treffen. Sarah Blattmann von Fridays for future verurteilte den Angriff auch als ökologische Katastrophe für die Umwelt und somit als Angriff auf die gesamte Menschheit. Aber nicht nur in Offenburg gehen dieser Tage Menschen gegen den Krieg auf die Straße. Ernst Rattinger von der DFG-VK, erinnert daran, dass man nicht alleine sei. Jetzt müsse die Friedensbewegung erstarken und sich gemeinsam gegen Gewalt, Zerstörung und Krieg einsetzen.
Hans Peter Görgens blickte in seiner Rede zurück, an die Zeit als er Kriegsflüchtling war und forderte zusammen mit LiLO Kreisrätin Schwab von Kreis und Gemeinden, eine sofortige und unbürokratische Aufnahme aller ukrainischer Geflüchteten. Alle Beteiligten waren sich aber vor allem darin einig, dass jetzt nicht die Zeit sei, um ein neues Wettrüsten in Gang zu setzen. Denn die Gelder werden weltweit aber auch hier vor Ort dringender im Gesundheits-, Bildungs- und Sozialwesen benötigt.

Antwort vom 25.Januar 2021

Sehr geehrte Frau Schwab,

mit Ihren Anfragen bitten Sie um Auskünfte zur Finanzierung der Agenda 2030, zur Personalsituation, zum Umgang mit der Corona-Pandemie am Ortenau Klinikum und zu den Kunstwerken im Sitzungssaal.

Hierzu lassen wir Ihnen die nachfolgenden Informationen zukommen.

Finanzierung Agenda 2030:

Die wirtschaftliche Sicherung von Krankenhäusern erfolgt in Deutschland nach dem Prinzip der „dualen Finanzierung“. Für laufende Betriebskosten sind die Krankenkassen zuständig. Für notwendige Investitionskosten wie bauliche Maßnahmen müssen grundsätzlich die jeweiligen Bundesländer aufkommen. Allerdings sind die Investitionsmittel, die die Länder zur Verfügung stellen, in den vergangenen Jahren immer weiter zurückgegangen und die Länder haben sich nach und nach aus der Vollfinanzierung zurückgezogen. Viele Investitionen müssen daher für die Aufrechterhaltung des Klinikbetriebs von den Krankenhäusern beziehungsweise ihren Trägern, wie dem Ortenaukreis, selbst getragen werden. In der Regel müssen diese heutzutage rund 50 Prozent der Gesamtkosten im klinischen Bereich als Eigenanteil finanzieren.

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Anfrage vom 11. November 2020

Sehr geehrter Landrat Scherer,

uns haben mehrere Quellen geschrieben, dass sich in Kehl 5 Pflegekräfte,
sowie ein Arzt mit COVID19 infiziert hätten. Weiter wurde uns
mitgeteilt, dass diese sich bei bei der Behandlung an einem Patienten
infiziert hätten, der zuvor nicht auf Corona getestet wurde.

Sind diese Aussagen wahr? Was tun Sie, um die Pflegekräfte vor einer
Infizierung zu schützen? Werden alle Patienten des Ortenau Klinikums
bevor sie operiert werden vorher auf das Virus getestet? Falls nein,
warum nicht? Wie wird von Ihnen sichergestellt, dass Pflegekräfte, die
sich mit COVID19 am Ortenau Klinikum infiziert haben und Folgeschäden
davon tragen, auch als BG-Fall eingestuft werden?

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Anfrage vom 10.November 2020

Sehr geehrter Herr Landrat Scherer,

das Institut für das Entgeltsystem im Krankenhaus (InEK) listet aufgrund
des neuen Krankenhauszukunftsgesetzes auf seiner Seite die
Klinikstandorte auf, welche einen Anspruch auf „Corona-Prämie“ haben.
Hier wird u.a. dem Klinikstandort Achern-Oberkirch 113.167,11€, dem
Standort Lahr-Ettenheim 249.205,54€ sowie dem Standort Offenburg-Kehl
504.207,54€ Prämienvolumen zugeschrieben.

Können Sie mir bitte mitteilen, ob dieses Prämienvolumen den
Klinikbeschäftigten ausgezahlt wurde? Wenn ja welchen? Falls das
Prämienvolumen noch nicht ausgezahlt wurde, können Sie mir bitte
mitteilen, was das Ortenau Klinikum dann mit dem Prämienvolumen vor hat?

Ich bitte diese Frage vor meinen anderen Fragen zu beantworten.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Schwab

Anfrage vom 4.November 2020

Sehr geehrter Herr Landrat Scherer,

um mir als neue Kreisrätin einen Überblick über die Situation zu
verschaffen, bitte ich um die Beantwortung folgender Fragen:

Im Agenda2030 Beschluss vom Juli 2018 wurde ein Vorbehalt gemacht, falls
die Finanzierung in Form einer angemessenen Förderung durch das Land
nicht erreicht werden kann. Was versteht die Verwaltung unter angemessen
und tritt dieser Vorbehalt nun ein, wo doch der Ministerpräsident
Kretschmann bekannt gegeben hat keinerlei Zusagen zur Höhe einer
möglichen Förderung geben zu können? Was muss konkret passieren, dass
dieser Vorbehalt eintritt und wann wird geprüft, ob es eine
rechtssichere Finanzierung durch das Land gibt?

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Anfrage Corona vom 16.1.2022

Sehr geehrter Herr Landrat Scherer,

nach Auswertung der RKI Daten vom 07.01 fällt auf, dass der Ortenaukreis zu den Kreisen gehört, bei denen die Corona Pandemie besonders stark zuschlägt. Ca. 10% der Bevölkerung haben sich mit dem Virus bisher infiziert und 1 Toter kommt auf 62 Infizierte.

Können Sie bzw. das Gesundheitsamt mir bitte sagen, wieso sich im Ortenaukreis mehr Menschen infizieren als z.B. in großen Städten wie in Freiburg (ca. 7%)? Gibt es von Seiten des Gesundheitsamtes Kontaktnachverfolgungen, um zu ermitteln, wo die Hotspots in der Ortenau sind? (Stecken sich die Leute z.B. mehr im privaten Bereich, in Kirchen oder Restaurants an?)
Gibt es von Seiten des Gesundheitsamtes Daten, warum die Todeszahlen in der Ortenau höher als z.B. in Freiburg oder Karlsruhe sind? (1 zu 84 bzw. 1 zu 85) Gibt es von Seiten des Gesundheitsamtes auch Daten über das Alter der mittlerweile fast 700 an und mit COVID-19 Verstorbenen?

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Anfrage Kreistag Umwelt vom 03.09.2021

Sehr geehrter Herr Scherer, sehr geehrte Kolleg*innen ,

hiermit stelle ich im Namen der Linken Liste Ortenau folgenden Antrag:
Die Klimakrise schreitet immer weiter voran und macht auch vor dem Ortenaukreis nicht halt. Zudem verlieren Pendler:innen im ganzen Kreisgebiet wichtige Lebenszeit, die sie im Stau verbringen. Um die Reduktion des Verkehrs zu erwirken und somit das Auto für viele überflüssig zu machen, bitten wir die Verwaltung um folgende Prüfung:

1. Wie viel Mittel müsste der Landkreis zusätzlich aufbringen, um ein 30€ Monatsticket für alle Ortenauer:innen einzuführen?

2. Wie hoch wären die Kosten, wenn die Bus- und Bahnverbindungen in jede Stadt und jedes Dorf im Ortenaukreis zum Halbstundentakt von 06:00Uhr – 20:00Uhr ausgebaut wird.

3. Wie hoch wären die Kosten, wenn die Bus- und Bahnverbindungen in jede Stadt und jedes Dorf im Ortenaukreis zum Stundentakt von 05:00Uhr – 00:00Uhr ausgebaut wird.

Begründung:

Die Einführung eines einfachen und preisgünstigen Tarifsystems in der Ortenau war ein erster Schritt hin zur Verkehrswende. Doch um möglichst viele Menschen von den Vorteilen des öffentlichen Nahverkehrs zu überzeugen und auch die Lebensqualität stark zu steigern, braucht es einen massiven Ausbau des Angebotes. Viele Menschen würden gerne auf Bus und Bahn umsteigen, um zur Arbeit zu kommen oder Familie und Freunde zu besuchen, doch aufgrund mangelnder Verbindungen und schlechten Taktungen ist dies oftmals nicht möglich.

Die Verkehrswende wird nicht gelingen, wenn Menschen vor 6Uhr oder ab 20Uhr gar nicht mehr aus ihrem Dorf kommen. Für Pendler:innen ist das aktuelle ÖPNV Angebot nur wenig attraktiv und vor allem am Wochenende sind viele Menschen nur eingeschränkt mobil, sofern sie über kein Auto verfügen. Oberharmersbach, Nordrach, Willstätt-Sand oder Nonnenweier, haben es genauso verdient gute Verbindungen in die großen Ortenauer Zentren zu haben, wie das europäische Kulturforum am Rhein, der Europa-Park oder Zalando. Stündliche oder halbstündliche Verbindungen in alle Städte und Gemeinden schaffen auch Planungssicherheit bei Menschen und erleichtert vor allem älteren Menschen das studieren von unübersichtlichen Fahrplänen.

Um das 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaabkommens einzuhalten, kann der Ortenaukreis vor allem in Sachen Verkehr viel beitragen. Immerhin hat der Verkehr an den deutschen Treibhausgasemissionen einen Anteil von ca. 20%. Der Vorteil eines stark ausgebauten ÖPNVs geht aber auch dahin, dass ländliche Gemeinden wieder attraktiv werden und Plätze, die vorher von Autos durch ihre durchschnittliche Stehzeit von 23h am Tag besetzt wurden, für die Menschen nutzbar gemacht werden können. Durch Entsiegelung von Parkplätzen und Schaffung von grünen Flächen, können wir somit vor allem in den Innenstädten die Lebensqualität verbessern, aber gleichzeitig auch etwas für die Reduzierung von CO² und für den Erhalt von der Artenvielfalt tun.

Ein attraktives Angebot im ÖPNV sollte mindestens einen Halbstundentakt zu Berufsverkehrszeiten enthalten und die Möglichkeit auch am Wochenende mindestens bis 0Uhr wieder nach Hause zu kommen. Selbstverständlich muss der Reisekomfort dahingehend gegeben sein, dass im Winter die Heizung und im Sommer die Temperaturen in Bus und Bahn auf eine angenehme Reisetemperatur gebracht wird. Zustände wie in den SWEG Bahnen, bei denen lediglich maximal 5 Grad unter die Außentemperaturen gekühlt wird, müssen bei den voraussichtlich heißer werdenden Sommern, entgegen getreten werden.

Zur Finanzierung dieses Projektes schlagen wir vor, Bundes- und Länderfördermittel zu beantragen, mit dem Hinweis, dass das Bundesverfassungsgericht zur Einhaltung des 1,5 Grad Ziels angemahnt hat, sowie den Stopp der Finanzierung von Umfahrungen. Sollte das Angebot von den Bürger:innen gut angenommen werden, entfallen dem Kreis auch erhebliche Kosten, die jährlich zur Sanierung von Straßen anstehen, da diese in Zukunft weniger befahren werden.

Anfrage Kreistag Umwelt: 14.02.2021

Sehr geehrter Herr Scherer,

bitte teilen Sie mir mit, welche Pläne es in Bezug des Tiefengeothermieprojekts um Windschläg gibt?
Gibt es immer noch einen Antrag auf Lithiumförderung um die Raumschaft Windschläg oder Willstätt?
Welche Pläne für Tiefengeothermieprojekte in der Ortenau liegen dem Landratsamt aktuell vor?

mit freundlichen Grüßen
Jana Schwab

Antowort vom 01.03.2021

Sehr geehrte Frau Schwab,

Ihre Anfrage per E-Mail vom 14. Februar 2021 zu Tiefengeothermieprojekte beantworte ich wie folgt:
Die Genehmigung von Tiefengeothermieprojekten fällt nicht in die Zuständigkeit des Landratsamts fällt.
Die Zuständigkeit liegt vielmehr beim Landesamt für Geologie, Rohstoffe und Bergbau des Regierungspräsidiums Freiburg.

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Spritpreise erdrosseln die Bevölkerung! Land und Kreis schlafen bei Verkehrswende!

Linke Liste Ortenau - LiLO
Spritpreise erdrosseln die Bevölkerung! Spritpreise erreichen 2€ pro Liter, während Kreis und Land beim Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs schlafen. Anstatt die Verbindungen massiv auszubauen und so eine Alternative zu schaffen, werden aktuell sogar Verbindungen gestrichen.

Autofahrer:innen blicken derzeit eher erschrocken auf die Preistafeln deutscher Tankstellen. Spritpreise von teilweise über 2€ (Raum Stuttgart) pro Liter und somit einer Steigerung von ca. 26% zum Vorjahresdurchschnitt belasten den Geldbeutel vieler Verbraucher:innen zusätzlich.
Während die Leute in den Großstädten auf den ÖPNV ausweichen können, sind vor allem die Bewohner:innen auf dem Land der galoppierenden Preissteigerung hilflos ausgeliefert.

Jana Schwab von der Linken Liste Ortenau erneuerte erst vor wenigen Monaten im Kreistag die Forderung nach einem ausgebauten Halbstundentakt für jede Stadt und jedes Dorf der Ortenau von 06:00-20:00Uhr sowie den Stundentakt von 20:00-00:00Uhr. Ihr Geschäftsordnungsantrag, der beinhaltet, dass in der nächsten Ausschusssitzung darüber gesprochen werden sollte, hatte Herr Scherer zwar angenommen, aber leider bis heute nicht umgesetzt. Zur Begründung nannte er, dass man sich sowieso als Modellregion beim Land bewerben wolle, um Zuschüsse zu erhalten.

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