LiLO

Interview der Woche

Unsere jüngste Kandidatin wurde zu den Friday for Future Klima-Schülerstreiks in der Lahrer Zeitung interviewt:

„In der Ortenau braut sich etwas zusammen. Begonnen hat es am Freitag, 18. Januar, in Offenburg: rund 500 Schüler blieben dem Unterricht fern und demonstrierten vor dem Rathaus für einen Wandel in der Klimapolitik. Damit war die internationale „Fridays for Future“-Bewegung auch in der Ortenau angekommen. Der Streik kam bei Offenburger Schulleitern nicht überall gut an (wir berichteten). Wir sprachen mit der 17-jährigen Jana Schwab, Sprecherin der Offenburger Ortsgruppe von „Fridays for Future“.

Frau Schwab, wofür oder wogegen streiken Sie?

Wir streiken für eine bessere, radikalere Klimapolitik, weil wir der Ansicht sind, dass die Politik zu wenig tut und zu langsam reagiert. Die Themen Umwelt und Klimawandel sollten ernster genommen werden.

Warum engagieren Sie sich in diesem Bereich?

Ich engagiere mich in vielen Bereichen. Das Thema Umwelt ist mir deshalb besonders wichtig, da wir nur einen Planeten haben. Wenn wir diesen zerstören, gibt es keine Alternative. Die Friday for Future Bewegung ist total vielfältig: wir haben ganz viele, unterschiedliche Personen dabei. Ich finde schön, Teil einer großen Bewegung zu sein.“

…Das ganze Interview könnt ihr hier nachlesen:

https://www.lahrer-zeitung.de/inhalt.offenburg-fuer-einen-wandel-in-der-politik.2aa52110-84c7-4f78-b4a3-85091220a431.html

Schlechter PR-Gag des Klinikums

Die Linke Liste Ortenau nimmt Stellung zur Pressemitteilung des Ortenauklinikums zur Hygienefrage Anfang Jannuar. Wie auch im Artikel „Eine der besten Kliniken Deutschlands – Ortenau-Klinikum erhält Auszeichnung für Handhygiene“, vom 11.Januar, wird nach Auffasung der Linken Liste versucht die Öffentlichkeit hinters Licht zu führen. Unkritisch wurden die Angaben des Ortenau Klinikums einfach übernommen, ohne nachzufragen, wie die Hygienemaßnahmen überhaupt überwacht und eingehalten werden. Laut der Aktion „Saubere Hände“ werden lediglich die vom Klinikum übermittelten Daten analysiert und ausgewertet. Es findet weder ein vor Ort Termin, noch eine Befragung von Mitarbeitern statt. Es kann also nicht festgestellt werden, ob der hohe Händedesinfektionsmittelverbrauch daher rührt, dass jeden Tag angebrochene Desinfektionsmittelflaschen weg geschmissen und ausgetauscht werden oder aber, ob wirklich konsequent die Hände bei jeder neuen Tätigkeit desinfiziert werden. Wenn man nämlich Aussagen von Verdi und Pflegekräften glauben schenkt, hat eine Pflegekraft aufgrund des hohen Leistungsdrucks dafür schlicht keine Zeit. LiLO Sprecher Yannik Hinzmann meint dazu, dass das Ganze eher wie ein schlechter PR Gag aussehe, vor allem wenn man bedenkt, dass der Antrag auf ein Silberzertifikat erst kurz nach der Kritik an den Zuständen im Offenburger OP im Dezember 2018 gestellt wurde. Kreisrat Fritz Preuschoff weißt zusätzlich darauf hin, dass die Auszeichnung auch nichts mit dem Händedesinfektionsmittelverbrauch im OP in Offenburg zu tun hätte, da dieser nicht erfasst wurde. Man ist sich bei der LiLO darüber einig, dass hier die Bevölkerung wieder einmal hinters Licht geführt und beruhigt werden sollte. Zudem fragt man sich, warum es bei diesen Daten nicht für ein Gold Zertifikat gereicht hat, so wie dies noch 2013 der Fall war. Wichtig für die Bevölkerung ist, endlich die Ergebnisqualität der Operationen öffentlich bekannt zu geben. Hier muss sowohl die Anzahl der schon mit Keimen infizierten Patienten, welche ins Klinikum eingeliefert werden sowie auch die Patienten welche sich mit Krankenhauskeimen im Offenburger Klinikum infizieren veröffentlicht werden.

Hintergründe zur Finanzierung und Schließung der Krankenhäuser!

Linke Liste Ortenau - LiLO
Vortrag und Diskusion Umbau unserer Gesundheitsversorgung. Hintergründe zur Finanzierung und Schließung der Krankenhäuser! Günter Busch
Freitag 15.02 19:00 Uhr Rammersweierstrasse 12 (R12)
Offenburg

Der geplante Umbau unserer Ortenauer Kliniklandschaft, weg von der wohnortnahen Gesundheitsversorgung in der Fläche, hin zu wirtschaftlichen „Krankenhausfabriken“, hat viele Gründe. Nur wenn wir uns mit diesen auseinandersetzen, können wir verstehen
was passiert und wie wir dieser Entwicklung entgegen steuern können. Günter Busch wird uns einen Einblick in die Hintergründe der „Finanzierungsproblemen“ von Krankenhäusern und die daraus resultierenden Schließungen geben. Anschließend wollen wir mit allen Anwesenden über die Zukunft der Ortenauer Klinikstandorte diskutieren.

Fridays for Future

Gestern demonstrierten ca. 500 Schüler und Schülerinnen gemeinsam in Offenburg für die Klimawende. U.a. wurden auch die Forderungen nach einem ausgebauten und bezahlbaren ÖPNV geäußert. Dies wollen wir zusammen mit den Menschen in der Ortenau angehen und verwirklichen.

Dafür fordern wir u.a. ein 30€ Monatsticket für die gesamte Ortenau, Erreichbarkeit der Dörfer auch nach 22Uhr, sowie eine bessere Taktung.

Um den Klimawandel in einem erträglichen Bereich aufzuhalten, ist eine Mobilitätswende, neben der Wende in der Energie- und Agrarwirtschaft extrem wichtig. Deshalb organisiert euch und wählt am 26.05.19 die LiLO.

Für mich – Für uns – Für alle!

Internes Papier des Ethikkomitees veröffentlicht! Unzumutbare Zustände im Offenburger OP-Bereich!

Ein internes Schreiben des Ethikkomitees Offenburg/Gengenbach vom Januar 2018, untermauert noch einmal die Aussagen des Linken Kreisrates Fritz Preuschoff. Dieser hatte bereits im Monat November auf die Mängel der technischen Anlagen und so auch auf die Gefährdung von Patienten am Klinikstandort „Ebertplatz“ hingewiesen. Als Grundlage hierfür, nahm er die vom Ortenaukreis erstellten Gutachten über die Situation der Ortenauer Kliniken. In dem nun veröffentlichten Schreiben werden weitere Punkte genannt, die ein noch bedrohlicheres Szenario aufzeigen. So heißt es in dem Schreiben etwa:

– Die Atmosphäre sei für den Patienten laut und hektisch, was die Verabreichung von mehr Narkosemittel zur Folge hätte.

– Gelegentlich würde um den OP-Tisch mit dem darauf liegenden Patienten herum geputzt werden, um Belegungszeit zu sparen.

– […] So könne es vorkommen, dass der Patient bereits narkotisiert ist, obgleich ein Spezialinstrument noch nicht beigeschafft wurde. Die Folge wäre z.B. eine Stunde Narkose ohne Operation.

– Mitunter würde ein Patient in den OP-Saal gebracht, wenn Blutspuren des vorherigen noch nicht beseitigt sind.

– Aus Zeitgründen würde mitunter ein notwendiger Handschuhwechsel unterbleiben, auf den Mundschutz bei der Durchführung einer POK-Anlage verzichtet, Händedesinfektion vernachlässigt[…]

Gerade die Missachtung von Hygienevorschriften wie dem Handschuhwechsel, können zur Infektion mit Krankheitserregern führen und bringen somit Patienten und Patientinnen in Lebensgefahr.

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Tiefengeothermieprojekte in der Ortenau stoppen!

In der Ortenau (Neuried) plant die Firma Geysir Europe ein Projekt zur Tiefengoethermie. Die Gefahr, dass wie in Staufen, Kamen und Rudersberg Häuser durch Geländehebungen bzw Senkungen beschädigt und zerstört werden können oder, dass wie an anderen Orten Salz und/oder radioaktives Material ins Grundwasser bzw an die Oberfläche gelangen kann, blenden die Firma und das Landratsamt einfach aus.
Man begründet das Projekt mit dem Ausbau von erneuerbaren Energien. Doch längst zählt die Tiefengeothermie nicht mehr dazu. Überall auf der Welt nimmt der Widerstand gegen solche Projekte zu, da die Firmen kommen und die Bevölkerung auf den entstanden Schäden sitzen bleibt.

Bevor die Versicherungsfrage nicht geklärt ist, höchste Sicherheitsstandards bei den Bohrungen nicht eingehalten werden und die Firma garantiert für alle Schäden in voller Höhe aufkommt, darf es in der Ortenau kein TIefengeothermieprojekt geben. Auch darf die Bevölkerung nicht einfach mit Sonntagspredigten abgespeist werden, sondern muss aktiv am Diskussionsprozess teilhaben dürfen.

Lautstark für den Erhalt der wohnortnahen Gesundheitsversorgung durch die Offenburger Innenstadt

Wir danken allen die an diesem letzten Samstag vor Weihnachten die Zeit aufgebracht haben, mit uns ein Zeichen des Widerstands gegen die neoliberale Politik von Kreistag und Klinikgeschäftsführung zu setzen.
Umso mehr danke wir euch, dass ihr euch vom Regen nicht aufhalten liest.
Wir sind guter Dinge, dass viele der Passant*innen unsere Nachricht mit nach Hause getragen haben und, dass die Vorgänge um Agenda 2030 und den damit einhergehenden Klinikrückbau so nicht mehr einfach unter den Teppich zu kehren sind.
Wir bleiben weiter an dem Thema dran und werden auch 2019 die Herrschenden nicht in Ruhe lassen.

Filmvorführung: Der Marktgerechte Patient

Linke Liste Ortenau - LiLO,
DGB, Verdi, attac, GiB, Regio Berlin.
Der Marktgerechte Patient in der Krankenhausfabrik. Ein Film von Leslie Franke und Herdolor Lorenz

Das Thema Gesundheitsversorgung ist heute wichtiger als je zu vor. Vor allem für uns in der Ortenau, da hier gleich mehrere Krankenhäuser schließen sollen. Um einen Einblick in den Klinikalltag zu geben und die Rahmenbedingungen unserer Gesundheitsversorgung zu beleuchten, zeigt die Linke Liste Ortenau den Film „DER MARKTGERECHTE PATIENT“.

Der Film handelt von den Ursachen und fatalen Folgen der Fallpauschalen. Leslie Franke und Herdolor Lorenz („Wer rettet Wen?“, 2015; „What Makes Money“, 2011) haben sich dazu mit Medizinern, Pflegepersonal und Patienten sowie mit Krankenhausmanagern und Gesundheitsaktivisten getroffen.

Der Film zeigt, wie die Krankenhäuser nach und nach zu Fabriken umgebaut wurden. Es geht nicht mehr um den einzelnen Patienten, sondern darum möglichst viel zu operieren, um viel Profit zu erwirtschaften.

Auf der Basis einer scharfen Ursachenanalyse liefert der Film Argumente für alle, die sich für eine menschenwürdige und soziale Gesundheitsversorgung für Patienten und Beschäftigte einsetzen wollen.

Filmvorführung am 18.01.2018 um 19Uhr im R12 (Rammersweierstraße 12) in Offenburg.

Im Anschluss stellt die Linke Liste Ortenau ihr Programm zur Gesundheitsversorgung in der Ortenau zur Diskussion.

Pressemitteilung des Bündnisses für den Erhalt und Ausbau aller Ortenauer Kliniken

Linke Liste Ortenau - LiLO
I WANT YOU Demonstration am 22.12 gegen Klinikschließungen 14.00 Uhr Busbahnhof Offenburg

Das Bündnis für den Erhalt und Ausbau aller Ortenauer Kliniken, indem die Linke Liste Ortenau ebenfalls aktiv ist, ruft für den 22.12.2018 um 14Uhr am Offenburger Busbahnhof zur Demonstration gegen die Klinikschließungen, sowie die miserablen Zustände am Ortenau Klinikum auf. Ganz entschieden will man sich auch mithilfe von lautstarkem Protest gegen die Einschüchterungsversuche von Landrat Scherer und Klinikgeschäftsführer Keller wehren, die den Linken Kreisrat Fritz Preuschoff mit einer Klage drohen, nur weil dieser aus dem öffentlichen Klinikgutachten zitiert hat. Dies war auch nicht die erste Klagedrohung von Seiten Kellers. Schon vor über einem Jahr, hat er dem Bündnis per Mail mit einer Klage gedroht, da Flyer des Bündnisses im Ortenauer Klinikum aufgetaucht sind. Bündnissprecher Yannik Hinzmann, weist noch einmal darauf hin, dass schon im Januar 2017 die Ortenauer Zeitungen über Hygienemängel am Offenburger Klinikum berichtet haben, die das ARD Recherchemagazin Plusminus kritisiert hatte. Deshalb ist es mehr als wichtig zu wissen, ob unter den Bedingungen wie sie im Gutachten und der Kreistagstischvorlage genannt werden (Stromausfälle, defekte Vakuumpumpe, veraltete Klimaanlage etc.), überhaupt das Infektionsschutzgesetz eingehalten werden kann.

Neben den altbekannten Forderungen, alle Kliniken zu erhalten und auszubauen, sowie mehr Personal einzustellen und besser zu bezahlen, fordert das Bündnis ein Ende der geheimen Kreistagssitzungen und einen sofortigen Zugang zu allen Dokumenten, die die Kliniken betreffen. Dies schließt auch die „nichtöffentlichen“ Teile der bisher erstellten Gutachten mit ein. Zudem müssen die Berichte des Ethikrates Offenburg Ebertplatz öffentlich gemacht werden, damit die Ortenauer Bevölkerung und die Presse, sich ein komplettes Bild der Lage unserer Gesundheitsversorgung machen können.